Reisetagebuch: Santa Cruz | USA Roadtrip

Nach ein paarTagen in San Franciscohieß es schon wieder: Koffer packen (dieses Mal zum Glück in ein Auto, und nicht wieder alles so packen, dass es den Gepäckvorschriften für’s Flugzeug entspricht). Denn nach drei Tagen im Airbnb ging der Roadtrip durch den Westen der USA eigentlich erst richtig los. Nächster Stop: Santa Cruz (oder eigentlich Scott’s Valley).

Allerdings nicht auf dem direkten Weg: das Navi war sich irgendwie nicht ganz so sicher und ich habe einige Umwege in Kauf genommen. Allerdings hatte ich selbst auch nicht wirklich mehr Ahnung, und musste einfach darauf vertrauen, dass ich am Ende genau da ankomme, wo ich hinwollte. Wo genau? Bei einem Bekannten, der mir angeboten hat, ein paar Nächte bei ihm zu übernachten. Die Ankunft war schon ein wenig abenteuerlich, da er mitten im Wald wohnt – und ich von der Veranda aus erst einmal Rehe und jede Menge Vögel beobachten konnte. Nach Monaten mitten in der Großstadt war das mal etwas ganz anderes!

Natürlich wollten wir den Abend aber nicht einfach nur auf der Veranda verbringen: nach einem kühlen Bier wollte ich direkt zum Strand. An welchen genau wir da gefahren sind, kann ich euch leider nicht sagen, denn Josh (der Bekannte) wusste genau, wo er hinwollte. Mir war es leider zu kalt, um ins Wasser zu gehen (vor allem, weil es auch recht windig war). Schön war es aber trotzdem! Ich liebe das Meer, und obwohl ich in New York auch oft am Strand war, war es nochmal was anderes. Nach einem Strandspaziergang war es dann auch schon Zeit fürs Abendessen – zum Glück kannte Josh ein kleines Restaurant in der Nähe vom Strand, irgendwo im Nirgendwo, in dem ich einen der besten Burger gegessen habe, die ich bisher in den USA bestellt habe. Während des Essens haben Josh und ich dann die Pläne für die nächsten Tage besprochen.

Hiking, Red Woods und Banana Slugs 

Josh ist oft in den Nationalparks und State Parks in Kalifornien unterwegs, und wusste genau, wo wir am besten wandern gehen können. Denn ich wollte vor allem eins: die Red Woods sehen! Also sind wir am nächsten Tag früh zum Big Basin State Park gefahren, der genau für die großen Red Woods bekannt ist. Dafür brauchte ich den Parkplatz eigentlich nicht einmal zu verlassen, denn schon dort konnte ich die ersten riesigen Bäume bewundern! Direkt am Parkeingang stand auch ein riesiger Baum, der vor etwa 100 Jahren einmal ausgebrannt ist, aber trotzdem noch weiter wächst. Verrückt, die stark der Baum immer noch nach Feuer gerochen hat! Irgendwie habe ich die Bäume aber auch nicht richtig gut auf’s Foto bekommen. Dafür hat es für ein Foto von einer knallgelben Banana Slug gereicht!

Natürlich haben wir den Parkplatz dann aber doch noch verlassen und sind für etwa drei Stunden durch den State Park gelaufen. Am Anfang wollten wir eigentlich eine recht kleine Route laufen, am Ende haben wir aber noch eine extra Schleife eingebaut, weil das Wetter gut und die Aussicht so schön war. Bis wir irgendwann wirklich fertig waren, und einfach nur noch etwas essen wollten, bevor Josh mir Santa Cruz zeigen wollte.

Santa Cruz – Surfer, Seelöwen und Ruhe 

Ich weiß nicht, was ich genau erwartet hatte, aber nach der Zeit in der Großstadt wirkte Santa Cruz auf mich ultra entspannt. Als ob die Uhren hier langsamer laufen! Da ich selbst nicht surfen kann, habe ich die Surfer vor der Küste nur beobachtet und bin eine Weile an den Klippen entlang gelaufen. Ich liebe lange Spaziergänge am Wasser, und genau deswegen hat mir Santa Cruz wahrscheinlich so gut gefallen, obwohl ich ansonsten wenig von der Stadt gesehen habe. Und genau wie in San Francisco gab’s auch hier am Pier Seelöwen, die ich natürlich trotzdem noch einmal beobachten wollte, bevor wir uns langsam auf den Rückweg zum Auto gemacht haben.

Statt für ein ausgebreitetes Abendessen haben wir uns dann noch für eine kleine Bar entschieden, in der wir den Tag mit lokalem Bier und Snacks haben ausklingen lassen. Denn am nächsten Tag hieß es schon wieder: Zeit für den Aufbruch! Nach einem leckeren Frühstück und einem Eis im Dorf bin ich darum schon wieder ins Auto gestiegen und habe mich auf den Weg zum nächsten Stop gemacht – Oakhurst, um den nächsten Tag im Yosemite National Park zu starten.

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