Im September war es endlich so weit: es ging auf die lang ersehnte dreiwöchige Reise nach Australien. Drei Wochen, in denen ich mir Sydney und ziemlich viele, coole Orte in Queensland anschauen wollte. Und damit die Reise nicht mit einem ewig langen Flug endet, hatte ich mir vorher überlegt, dass ich endlich einmal das Stopover-Angebot von Etihad nutzen möchte. Auf dem Rückflug von Sydney nach Amsterdam habe ich deswegen zusätzliche 24 Stunden in Abu Dhabi verbracht. In diesem Reisetagebuch nehme ich euch mit!
24 Stunden in Abu Dhabi mit dem Etihad Stopover
Ehrlich gesagt stand Abu Dhabi nie wirklich weit oben auf meiner Bucket List. Trotzdem hatte ich mich bei der Buchung des Flugs dazu entschieden, auf dem Rückweg von Australien eine Pause einzulegen, und 24 Stunden in dieser Stadt zu verbringen. Zum einen, weil ich weiß, wie anstrengend so eine Rückreise sein kann – und wie froh man ist, wenn man zwischendurch einmal so richtig die Beine ausstrecken und im Idealfall in einem normalen Bett schlafen kann. Zum anderen, weil ich kurz vorher bei Kathi von Mehr Welt erleben ein paar coole Bilder auf Instagram gesehen hatte und dacht, man kann sich das Ganze ja mal anschauen.

Einmal am Flughafen von Abu Dhabi ging es also nicht den anderen Touristen hinterher in den Transitbereich, sondern zur Immigration. Das ging denkbar schnell, denn es war extrem wenig los – trotzdem musste ich ein bisschen warten, bevor ich meinen Pass zeigen und einreisen durfte. Da der Transfer zum Hotel nicht im Stopover inkludiert war, habe ich mir erstmal ein Taxi zum Hotel bestellt. Ich wusste zwar, dass ich viel zu früh dran war, um schon einchecken zu können, trotzdem wollte ich auf jeden Fall meinen Koffer loswerden und mich kurz umziehen, bevor es weiterging. Am Hotel hatte ich dann aber Glück, dass ich bereits Mitglied des entsprechenden Kundenprogramms war und darum gratis eher einchecken konnte – insgesamt war auch einfach wenig los, vermutlich war das Zimmer einfach frei. Ich habe mir dann direkt noch ein Frühstück dazu gebucht, denn ich bin bereits gegen 7 Uhr Morgens am Hotel angekommen. Genug Zeit also für eine Dusche, einen Powernap und Frühstück, bevor ich mich wieder auf den Weg gemacht habe.
Sightseeing in Abu Dhabi
Insgesamt hatte ich mir für den Tag in Abu Dhabi drei Sehenswürdigkeiten vorgenommen: die Sheikh Zayed Grand Moschee, das Louvre und den Palast. Angefangen habe ich bei der Moschee, in der Hoffnung, früh dran zu sein, wenn es dort noch relativ leer ist. Da am Hotel ein gratis Shuttle abfuhr, war die Anreise sehr unkompliziert. Die Tickets hatte ich relativ schnell, danach musste ich mir aber noch eine Abaya kaufen, die es hier in diversen Läden gab, da die Kleidervorschriften sehr streng sind und ich keine entsprechende Kleidung dabei hatte. Ich habe mich für die günstigste Variante in dunkelblau entschieden, statt für eine der auffälligeren Versionen, die direkt am Eingang der Geschäfte ausgestellt waren.

Die Moschee hat mir gefallen, einfach weil sie sehr schön aussieht und beeindruckend groß ist. Mit meiner Planung hatte ich auf jeden Fall auch recht, es waren zwar schon einige Leute vor Ort, aber es war insgesamt noch relativ ruhig. Als ich mit meinem Rundgang fertig war, war es auf jeden Fall schon deutlich voller – und ehrlich gesagt versuche ich, Menschenmassen generell zu vermeiden. Vor allem bei 41 Grad.
Nach meinem Besuch der Moschee ging es mit einem Uber weiter zum Louvre. Ja, es handelt sich um ein Kunstmuseum, in dem natürlich nicht die gleiche Kunst ausgestellt wird, wie im gleichnamigen Museum in Paris. Ich mochte diese sehr moderne Variante, gerade, weil es etwas überschaubarer war und mich nicht komplett überfordert hat. Auch das Gebäude selbst hat mir gut gefallen! Was mich aber eher gestört hat: genau wie in der Moschee gibt es überall spezielle Fotospots, die so aussehen, als wären sie speziell für Influencer und das beste Instagramfoto angelegt worden. Ich kann verstehen, dass das irgendwie zum modernen City Marketing dazu gehört, mein Ding war es aber trotzdem nicht.

Nach dem Besuch des Louvres wollte ich eigentlich noch weiter zum Palast. Aber ehrlich gesagt ist mir viel zu warm, und ich habe auch nicht mehr so viel Lust, noch eine Sehenswürdigkeit anzuschauen. Deswegen habe ich mich von einem Uber noch kurz zum Strand bringen lassen, der komplett menschenleer war (irgendwie ein bisschen gruselig!). Nach einem kurzen Spaziergang habe ich dort noch kurz etwas gegessen, und mir dann ein Taxi zurück ins Hotel genommen. Den Nachmittag habe ich dann am Pool verbracht, bis es Zeit fürs Abendessen (ebenfalls im Hotel) und fürs Bett war.
Weiterreise nach Amsterdam
Da der Stopover mit Etihad etwa 24 Stunden dauert, hatte ich am nächsten Tag keine Zeit mehr, noch irgendwas zu machen – die paar Sachen, die ich in den letzten Stunden genutzt hatte, sind also zurück in den Koffer gewandert und ich habe mich auf den Weg zum Flughafen gemacht. Deutlich entspannter als nach dem langen Flug von Sydney nach Abu Dhabi, aber ehrlicherweise auch nicht wirklich motiviert, schon wieder in ein Flugzeug zu steigen. Trotzdem freue ich mich natürlich nach zuhause, nach über drei Wochen auf Reisen. Das Stopover war aber auf jeden Fall eine willkommene Unterbrechung der ewig langen Flugzeit!

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