Ehrlich gesagt stand Harderwijk nicht wirklich auf meiner Bucket List mit Orten in den Niederlanden, die ich gerne noch besuchen würde. Aber nach zwei Tagen in der Sonne sitzen, lesen und Waldspaziergängen im Naturpark Veluwe hatte ich doch das Bedürfnis, in eine Stadt zu fahren in der es etwas mehr zu tun gibt als im Dorf, in dem mein Ferienhaus stand. Da wegen des Lockkdowns noch ziemlich viel geschlossen war, hatte ich aber auch keine Lust, stundenlang zu fahren. Deswegen habe ich mich spontan dazu entschieden, nach Harderwijk zu fahren. Die alte Hansestadt liegt direkt am Meer. Ich konnte also noch nur durch die wunderschöne Altstadt schlendern, sondern auch noch einen Abstecher zum Strand machen. Perfekt!
Ein Tag in Harderwijk
Da Harderwijk bisher nicht wirklich auf meiner Bucket List stand, hatte ich auch keine großen Pläne oder Ideen, was mich erwartet. Ich bin also einfach erstmal hingefahren, habe das Auto abgestellt und bin ein wenig durch die Innenstadt gebummelt. Da ich abends wieder zu Freunden nach Apeldoorn wollte, habe ich mich in der Stadt außerdem auf die Suche nach einem kleinen Mitbringsel gemacht.
Ich wusste natürlich, dass wegen des Lockdowns noch alle Cafés und Restaurant in den Niederlanden geschlossen waren. Umso mehr war ich überrascht, wie voll es in der Innenstadt war. Da nur eine begrenzte Anzahl Personen gleichzeitig in Geschäfte durfte, haben sich schnell relativ lange Schlangen gebildet. Gerade auf dem Fischmarkt im Zentrum waren mir die deutlich zu lang, und ich habe mich entschieden, mich erstmal einfach nur umzuschauen. Rund ums Zentrum, in dem man im Sommer normalerweise auf den Terrassen diverser Cafés in der Sonne sitzen kann, gibt es jede Menge tolle, alte Häuser und ein paar niedliche Läden. Und genau die habe ich mir erstmal angeschaut. Ich muss sagen, dieser Teil von Harderwijk hat mir am besten gefallen, nehmt euch also bei eurem Besuch auf jeden Fall genug Zeit, um euch hier einfach treiben zu lassen!

Alte Hansestadt Harderwijk
Insgesamt ist das Zentrum von Harderwijk aber nicht besonders groß. Perfekt, wenn ihr nur einen Tag in der alten Hansestadt verbringen wollt! Ich habe einige Stunden in der Innenstadt verbracht, und das, obwohl ich in verhältnismäßig wenigen Geschäften war, weil ich mich nicht in lange Schlangen einreihen wollte. Nur bei der Eisdiele habe ich eine Ausnahme gemacht, denn in der Sonne wurde es schon relativ warm. Danach habe ich noch einen Abstecher auf die Strandinsel von Harderwijk gemacht. Der Strand is hier nicht besonders groß und – in meinen Augen – auch definitiv nicht der schönste Strand des Landes. Trotzdem war es schön, hier ein wenig entlangzulaufen und im Wind ein wenig abzukühlen. Zum Baden war es leider noch zu kalt.


Vom Strand aus bin ich dann noch einmal in die Innenstadt gegangen, um nach dem Geschenk für meine Freunde zu suchen. Offensichtlich hatte ich genug Zeit vertrieben, denn mittlerweile waren die Schlangen deutlich kürzer und viele Tagesbesucher schon wieder weg. Natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen, auch noch in einem Buchladen vorbeizuschauen, bevor ich zurück zum Auto gelaufen bin. Zeit, zum Ferienhaus zurückzukehren und mich danach schon wieder auf den Weg nach Apeldoorn zu machen! Harderwijk hat mich auf jeden Fall positiv überrascht, und ich bin froh, dass ich für ein paar Stunden dort war. Ich kann mir durchaus vorstellen, noch einmal herzukommen, wenn ich zufällig in der Nähe bin – dann aber am liebsten ohne Lockdown und entsprechende Maßnahmen!
Wart ihr schon einmal in Harderwijk? Und wenn ja, wie hat es euch dort gefallen?

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