Mit San Diego stand eine weitere Stadt auf dem Plan meines Roadtrips durch Kalifornien und Nevada. Ich hatte mich im Vorfeld schon sehr auf die Stadt gefreut, da ich von Bekannten viel Gutes über San Diego gehört hatte. Also ging es nach drei Tagen in Orange County mit einem Abstecher ins Disneyland auch schon wieder weiter – für ein paar Tage nach San Diego!
Auf nach San Diego
Ich weiß eigentlich gar nicht, warum ich im Vorfeld immer so viel über San Diego gehört habe – jedenfalls war es gefühlt mehr als über LA oder Las Vegas. Und die meisten, die ich dazu gesprochen habe, waren sehr positiv. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen, vielleicht sogar höher als an den Rest der Reise. Auf diesen Teil hatte ich mich irgendwie am meisten gefreut. Vielleicht hat mich gerade deshalb schon alleine die Tatsache enttäuscht, dass es nach den angenehmen und sehr warmen Temperaturen in Las Vegas und Orange County hier auf einmal wieder deutlich kühler ist. Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt! Nach dem Einchecken habe ich darum erst einmal die langen Jeans und die in San Francisco gekaufte Jacke wieder aus dem Koffer gekramt, bevor ich mich aufgemacht habe Richtung Hafen.
Ich merke aber auch, dass mir die letzten Wochen in den Knochen stecken. Die letzten Tage in New York waren unglaublich vollgepackt, und von dort aus bin ich direkt weiter geflogen und habe eigentlich keinen Tag einfach nur Ruhe gehabt. Deswegen habe ich mir für San Diego bisher auch noch nichts vorgenommen, und mir die Stadt erstmal in aller Ruhe angeschaut. Einer der ersten Sehenswürdigkeiten auf der Liste: die bekannte Statue Unconditional Surrender, die einem alten Foto nachempfunden ist, das am Times Square aufgenommen wurde.

Und weil ich doch nichts anderes vorhatte, habe ich mich danach dazu entschieden, den Rest der Stadt ebenfalls zu Fuß zu erkunden. Bei einem Eis in einem Einkaufszentrum habe ich mir dann überlegt, was ich eigentlich am zweiten Tag in San Diego so machen möchte, und was danach noch auf dem Plan steht: drei Tage in LA, danach eine Woche auf Hawaii und dann noch mal kurz Los Angeles, bevor es wieder nach Deutschland geht. Insgesamt noch fast zwei Wochen Reise, aber irgendwie erschien mir die Rückkehr nach Europa plötzlich sehr nahe. Vielleicht hat das (nach sieben Monaten in den USA, in denen ich teilweise gehofft habe, bleiben zu können) auch ein wenig meine Stimmung gedrückt.

Tag 2 in San Diego: Stadt erkunden & Coronado
Auch der zweite Tag in San Diego war letztendlich relativ ereignislos. Irgendwie habe ich mich immer wieder gefragt, ob ich etwas übersehen habe, weil ich den Vibe, den mir alle immer beschrieben haben, nicht ganz verstanden habe. Trotzdem habe ich natürlich das Beste aus dem Tag gemacht und mir als erstes den Balboa Park angeschaut. Danach ging es noch einmal in die Stadt, genauer gesagt in den Gaslamp District. Der hat mir an sich ganz gut gefallen, wirklich viel los war hier aber auch nicht. Ich habe mir noch ein kleines Museum angeschaut, auf das ich zufällig gestoßen bin, aber das war’s dann auch.



Statt den Rest des Tages auf dem Hotelzimmer zu verbringen, bin ich dann aber doch noch mal rausgefahren: und zwar an den Strand von Coronado. Coronado liegt in der San Diego Bay und ist nicht weit von der Stadt entfernt, perfekt also für einen kurzen Ausflug zum Strand. Tatsächlich muss ich sagen, dass mir die Zeit hier vielleicht am besten gefallen hat von den zwei Tagen, die ich in San Diego verbracht habe. Vielleicht hatte ich einfach Pech mit dem Wetter, der Jahreszeit oder den Wochentagen – irgendwie war in San Diego extrem wenig los, es wirkte eher grau auf mich und ich konnte mit der Stadt nicht richtig warm werden. Entsprechend froh war ich, dass es am nächsten Tag bereits weiterging, und zwar nach Los Angeles!


Wart ihr schon einmal in San Diego? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? Und habe ich vielleicht etwas wichtiges verpasst?

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