Reisetagebuch: Los Angeles Teil 1 | USA Roadtrip

Nach drei Tagen in San Diego, in denen ich leider feststellen musste, dass die Stadt nicht ganz so mein Ding ist, ging es endlich weiter Richtung Los Angeles. Ich weiß nicht, ob es an der Reisemüdigkeit lag, die in San Diego aufgekommen ist, aber irgendwie hatte ich von allen Stops auf diesem Roadtrips an LA die kleinsten Erwartungen. Zu Unrecht, wie sich im Laufe der nächsten Tage herausstellen sollte.

Natürlich wusste ich, dass LA groß ist, vieles weit auseinander liegt und ich vermutlich mit meiner „Wir erkunden die ganze Stadt laufend“-Methode nicht so weit komme. Einmal angekommen, habe ich das Auto trotzdem am Flughafen abgegeben und bin von dort mit der U-Bahn in die Stadt gefahren. Ich wollte erst einmal meine Koffer am Motel abstellen, bevor ich mir die Stadt anschaue. Auf dem Weg habe ich schnell gemerkt, dass LA wirklich ziemlich groß ist. Die Stadt ist riesig, und irgendwie bin ich zwischen den vielen Vierteln, die sich ewig erstrecken, fast verloren gegangen. In New York und vor allem in Manhattan habe ich mich sehr daran gewöhnt, dass alles relativ nah beieinander ist und man meistens nur ein paar Straßenecken gehen muss, um in ein komplett anderes Viertel zu kommen.

Tag 1 – Walk of Fame, Walt Disney Concert Hall & Japanese Village 

Nachdem ich meine Koffer endlich losgeworden bin, ging es natürlich als erstes zum Walk of Fame. Erst einmal für einen kurzen Abstecher, denn ich hatte ja mehrere Tage in Los Angeles und die waren durchgeplant – inklusive einem längeren Aufenthalt am Walk of Fame. Trotzdem wollte ich schon einmal kurz hin, um mich dort einmal umzusehen und die ersten Bilder zu machen. Aber eigentlich wollte ich an diesem ersten (halben) Tag nur noch die Walt Disney Concert Hall anschauen (tolles Gebäude, aber ansonsten eher unspektakulär) und danach ins Japanese Village. Nach den ganzen Burgern hatte ich nämlich endlich Mal Lust auf ein etwas anderes Abendessen. Und genau das war mein erstes Highlight in LA! Irgendwie habe ich mich hier total an meinen Schüleraustausch nach Japan erinnert gefühlt, der schon wieder viel zu lange her ist. Natürlich musste ich auch in die ganzen kleinen Läden rein, und konnte nicht ohne ein paar Souvenirs weitergehen.

Walt Disney Concert Hall, Los Angeles

Japanese Village, Los Angeles, USA Roadtrip

Japanese Village, Los Angeles, USA Roadtrip

Tag 2 – Santa Monica & Venice Beach 

Statt den zweiten Tag wieder mitten in der Großstadt zu verbringen, habe ich mich entschieden, an den Strand zu fahren. Einfach ein bisschen entspannt die Sonne genießen, ein wenig spazieren gehen und vielleicht auch einmal ins Meer springen.  Deswegen bin ich nach Venice Beach gefahren, das war mit der U-Bahn ziemlich gut machbar, es dauert halt nur etwas (vermutlich länger als mit dem Auto). Der Strand hat mir gut gefallen, ich bin vom Santa Monica Pier aus am Muskel Beach und Venice Beach vorbeigelaufen und habe ein wenig am Strand gelegen. Außer Essen und faulenzen passierte nicht mehr viel, bis ich irgendwann zurück ins Hotel gefahren bin um mich umzuziehen und den Abend am Universal City Walk ausklingen zu lassen.

 

Tag 3 – Rodeo Drive, Beverly Hills & Walk of Fame 

Am dritten Tag in LA wollte ich mir unbedingt einen Second Hand Laden in West Hollywood anschauen, den ich auf Social Media gesehen hatte – ziemlich cool, hier zu stöbern. Aber ehrlich gesagt hatte ich sowieso nicht genug Platz im Koffer, um wirklich zu shoppen, deswegen bleibt es bei einem kurzen Bummel und einem Foto vor der berühmten pinken Wand vom Paul Smith Shop an der Melrose Avenue. Da ich ohne Auto unterwegs war, habe ich danach ein Uber Pool bestellt um zum nächsten Stop zu fahren: dem Rodeo Drive!

Das Wetter war natürlich grandios, und ich mag den Vibe am Rodeo Drive irgendwie. Deswegen habe ich mich hier eine Weile treiben lassen, mir die vielen am Straßenrand geparkten unglaublich teuren Autos angeschaut und bin ein wenig die Straße entlang geschlendert. Irgendwann habe ich mich dann aber wieder aufgemacht Richtung Walk of Fame, dieses Mal mit ausreichend Zeit und Motivation, um ein paar der berühmten Sterne und Handabdrücke zu suchen.

Statt viel Geld für eine Bustour zum Hollywood Sign auszugeben, habe ich mir das Geld aus der Ferne angeschaut. Und beschlossen, stattdessen lieber einen Tag in die Universal Studios zu gehen. Erst stand zwar noch eine Woche auf Hawaii auf dem Plan, aber bevor es für mich endgültig zurück nach Deutschland ging, hatte ich noch einen kompletten Tag in LA. Und nachdem ich das Gefühl hatte, die meisten Sehenswürdigkeiten mittlerweile gesehen zu haben, fand ich die Universal Studios eine ziemlich gute Idee. Statt noch lange in der Stadt zu bleiben, bin ich dann letztendlich früh ins Hotel zurück gefahren, um dort wieder alles in meine Koffer zu tetrissen. Immerhin musste am nächsten Tag alles wieder flugtauglich eingepackt sein, damit ich nach Honolulu fliegen konnte.

 

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