Reisetagebuch: Ein Tag auf La Gomera | Kreuzfahrt

Ein Stop auf der Kreuzfahrt mit Mein Schiff war La Gomera – für mich eine der wenigen Kanareninseln, die tatsächlich auf meiner Bucket List standen. Ich hatte im FSJ mal einen Chef, der ständig von der kleinen Insel geschwärmt hat, und vor allem erzählt hat, dass es dort noch mehr Natur und weniger Touristen gibt. Und genau das ist es, was ich immer interessant finde! Entsprechend hatte ich hohe Erwartungen an La Gomera.

Ein Tag auf La Gomera

Wir sind an einem Sonntagmorgen auf La Gomera angekommen. Nicht ganz optimal, denn an einem Sonntag konnte man anscheinend keinen Mietwagen für nur einen Tag buchen. Am Ende hat zwar alles funktioniert, weil wir einfach ein Auto für zwei Tage gebucht und bezahlt haben, es hat aber in der Vorbereitung für ein wenig Stress gesorgt. Genau wie meine Mitreisenden hatte ich nämlich wenig Lust, den Tag mit anderen Passagieren in einem Bus zu verbringen, und nur einige wenige Orte auf der Insel zu sehen.

Und das war eine richtig gute Entscheidung! Denn schon nach einer recht kurzen Fahrt haben wir den ersten Aussichtspunkt entdeckt, an dem man zwar gut mit dem Auto halten konnte, mit dem Bus wäre es aber schwierig geworden. Der Blick ins Tal war schon mal richtig schön, ich hätte hier ewig stehen bleiben können. Das Wetter hat auch richtig gut mitgespielt, es war sonnig aber mit den Wolken irgendwie auch leicht neblig. Wunderschön!

Genau so haben wir eigentlich auch den Rest des Tages gestaltet: immer wieder sind wir kleine Stücke gefahren und haben bei jeder Gelegenheit angehalten, um Fotos zu machen. In den Bergen war ich dann aber auch sehr froh, dass ich meine Jacke dabei hatte, denn hier ist die Temperatur dann einfach auf 6 Grad gefallen. Klar, es war Februar, trotzdem war ich darauf nicht so ganz vorbereitet ehrlicherweise! Am späten Vormittag haben wir sehr leckeren Kuchen in einem kleinen Café irgendwo in einem kleinen Dorf auf der Insel gegessen und einfach die Sonne genossen (hier war es um einiges wärmer, da wir uns im Tal befunden haben). Am allerschönsten war es, dass wir das einzige Kreuzfahrtschiff am Hafen waren. Die wenigen Passagiere, die hier an Land gegangen sind und sich mit dem Auto selbst auf Entdeckungstour gemacht haben, haben sich schnell verlaufen. Darum hat es sich zum ersten Mal in dieser Woche nicht so angefühlt, als würde man ständig und überall Mitreisenden begegnen. Und ehrlich gesagt habe ich das so zum Ende der Reise auch noch einmal gebraucht! Denn obwohl man sich auf so einem Kreuzfahrtschiff im Allgemeinen ganz gut zurückziehen kann, habe ich mal wieder gemerkt, dass All Inclusive und alles, was dazu gehört einfach nichts für mich ist.

Als wir irgendwann so gut wie die ganze Insel umrundet haben, haben wir noch einen letzten Zwischenstopp eingelegt: noch ein kleines Dorf, mit unglaublich süßen Häusern und Aussicht auf Teneriffa. Nachdem wir dort einen Tag vorher erst unterwegs waren, war es cool, den Teide noch einmal von hier aus sehen zu können!

Bevor es am Nachmittag zurück aufs Schiff ging, habe ich mich noch am Strand und auf dem kleinen Marktplatz direkt am Hafen umgeschaut. Ich hatte keine Lust mehr, lange durch die Stadt zu laufen, und habe es bei ein paar Straßen rundum den zentralen Platz belassen. Aber natürlich habe ich mich nicht davon abhalten lassen, noch ein wenig am Hafen entlang zu spazieren um das Schiff mit ein bisschen Abstand zu fotografieren – immerhin war La Gomera der letzte Hafen der Reise.

Abends ging es für uns schon wieder zurück Richtung Gran Canaria, von wo aus wir am nächsten Tag zurück nach Düsseldorf geflogen sind. Zum ersten Mal haben wir in La Gomera auch das bekannte Auslauflied gehört. An den anderen Häfen sind wir meist zu spät losgefahren, deswegen wurde das Lied eigentlich kein einziges Mal zum Ablegen gespielt. Ehrlicherweise hat es mir auf kein einziges Mal gefehlt – einmal reicht. Auch, wenn die Reise im großen und ganzen wirklich schön war und ich viel sehen konnte, sind Kreuzfahrten insgesamt wohl nicht so mein Ding.

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