Reisetagebuch: Los Angeles Teil II | USA Roadtrip

Nach einer Woche auf Hawaii ging es für mich zurück nach Los Angeles. Und das war nicht nur der letzte Stop meiner einmonatigen Reise durch den Westen der USA, sondern gleichzeitig auch das Ende eines Lebensabschnitts: nach über 8 Monaten ging es zurück nach Europa, zum ersten Mal seit ich im Februar mit einem One-Way-Ticket nach New York geflogen bin. Statt Trübsal zu blasen, wollte ich aber auch die letzten zwei Tage der Reise noch genießen.

Los Angeles – einfach mal nichts tun 

Ich hatte einen Nachtflug von Hawaii nach LA – der natürlich viel zu kurz war. Mit der Subway bin ich vom Flughafen in die Stadt gefahren. Weil ich vollkommen fertig bin, habe ich mir erstmal in der Nähe meines Hotels ein Frühstück gesucht und dort eine Weile gechillt. Einchecken kann ich eh noch nicht, deswegen habe ich hier ein bisschen Zeit vertrödelt. Irgendwann habe ich es dann doch beim Hotel versucht – einchecken ging noch nicht, aber immerhin konnte ich meine Koffer abstellen und mich so etwas freier in der Stadt bewegen. Am Ende hat es aber nur noch für einen Besuch im nahegelegenen Shoppingcenter und ein wenig Zeit in der Sonne gereicht. Ich war einfach viel zu müde, um noch viel zu unternehmen, und habe mich vor allem auf mein Bett gefreut.

Universal Studios Hollywood 

Am nächsten Tag brach dann der letzte ganze Tag in den USA an! Verrücktes Gefühl! Ich hatte schon vor meinem Aufbruch nach Hawaii beschlossen, dass ich den Tag gerne in den Universal Studios verbringen wollte, entsprechend bin ich mal wieder früh losgezogen. Direkt nachdem der Park geöffnet hat, war ich auch schon unterwegs zur Wizarding World of Harry Potter – genau mein Ding. Ich liebe die Details, die Achterbahnen und die Läden und hätte hier ewig viel Zeit verbringen können.

Universal Studios, Los Angeles

Universal Studios, Los Angeles

Aber natürlich habe ich auch noch den Rest des Parks erkundet: zum Beispiel Springfield, um die Simpsons zu sehen, danach Jurassic Park, The Mummy und Transformers. Obwohl es extrem warm war, der wärmste Tag der letzten Wochen, war es ein richtig cooler Tag. Ich hatte aber auch gut vorgesorgt und viel Wasser mitgenommen, weil die Preise im Park recht hoch sind. Ich habe mir auch ein paar Shows angeschaut, das Super Silly Funland erkundet und die Minions Achterbahn ausprobiert. Und am Ende gab es natürlich noch eine Studio Tour. Zum Glück waren die Wartezeiten überall okay, im Vergleich zum Disneyland war es relativ ruhig im Park und ich musste eigentlich nirgendwo übertrieben lange anstehen. Enstprechend war ich am frühen Nachmittag mit allem durch, was ich für den hohen Eintrittspreis schon irgendwie fragwürdig fand. Und genau deswegen habe ich auch beschlossen, nicht direkt zurück zum Hotel zu fahren, sondern ein paar Achterbahnen noch einmal zu fahren. Abends habe ich dann noch am City Walk gegessen und mich dann auf den Rückweg zum Hotel gemacht.

Universal Studios, Los Angeles

Universal Studios, Los Angeles

Universal Studios, Los Angeles

Universal Studios, Los Angeles

Universal Studios, Los Angeles

Am letzten Tag in den USA muss ich mir noch die Zeit bis in den Nachmittag vertreiben, bevor ich mich auf den Weg zum Flughafen machen kann. Leider bin ich ziemlich erkältet wach geworden, und musste mir erstmal ein paar Sachen besorgen, damit mein Trommelfell den Flug übersteht. Ich weiß, dass man eigentlich nicht fliegen sollte wenn man stark erkältet ist, gefühlt hatte ich aber keine andere Wahl – und am Ende ist auch alles gut gegangen. Geheult habe ich trotzdem, nicht nur wegen des schmerzhaften Drucks auf den Ohren, sondern vor allem weil das jetzt ein definitiver Abschied ist. Zu dem Zeitpunkt wusste ich zwar endlich, dass das nächste Kapitel mich nach München führen würde, viel mehr aber noch nicht – und irgendwie war mir da schon klar, dass ich dem Leben in den USA (oder genauer gesagt in New York) noch lange nachtrauern würde.

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