Reisetagebuch: Råbjerg Mile | Dänemark Roadtrip Teil 3

Nach einem kurzen Zwischenstop in Skagen, um den Punkt zu sehen, an dem Nord- und Ostsee aufeinander treffen, ging es weiter auf meinem Dänemark Roadtrip mit meinen Mitbewohnern. Auf dem Weg zum ersten Airbnb wollten wir unbedingt noch einen weiteren Zwischenstop einlegen: Råbjerg Mile. Da es langsam anfing, dunkel zu werden, mussten wir uns ein wenig beeilen, um noch genug von der riesigen Wanderdüne sehen zu können.

Obwohl wir uns bis auf Skagen und Grenen nicht wirklich auf den Roadtrip vorbereitet hatten, haben wir irgendwo vorher gelesen, dass Råbjerg Mile eine riesige Sanddüne in der Nähe von Skagen ist. Und da wir schon einmal dort waren, wollten wir uns das Spektakel auch anschauen. Auch meine Kollegen auf der Arbeit hatten mir am Tag vor dem Roadtrip noch einmal gesagt, dass ich unbedingt vorbeifahren soll. Auf dem Weg Richtung Skagen dachten wir noch: vermutlich kommen wir von selbst dran vorbei und sehen es aus dem Auto. So breit ist Dänemark so weit im Norden ja nicht mehr…tja, ganz so leicht war es dann doch nicht.

Natürlich sind wir auf dem Weg in den Norden erstmal dran vorbei gefahren (ohne es zu merken natürlich) und als wir schon fast in Skagen waren, dachten wir, dass diese Sanddüne (zu dem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass das Ding einen Namen hat) jetzt so langsam mal kommen müsste. Einmal in Skagen angekommen, haben wir uns dazu entschieden, erst Grenen anzuschauen und danach weiterzusuchen. Bei der Kaffeepause haben wir dann doch mal gegoogelt, und gesehen, dass wir ein ganzes Stück zu weit gefahren waren. Da es bei Ankunft in Skagen schon fast 3 Uhr nachmittags war, wussten wir: wir haben nicht mehr ewig Zeit, bevor das Licht weg ist. Wir mussten uns also ein bisschen beeilen, damit wir Råbjerg Mile noch sehen und danach noch nach Blokhus zu unserem Airbnb fahren konnten.

Auf dem Weg von Skagen zurück zu Råbjerg Mile haben wir dann auch das Schild gesehen – an dem wir auf dem Hinweg bereits vorbeigefahren waren. Nur wussten wir da eben noch nicht, dass die riesige Sanddüne auch einen offiziellen Namen hat und ein Naturschutzgebiet ist…Vorbereitung ist ja bekanntlich viel wert, und in diesem Fall hätte es uns ein wenig Hin und Her erspart. Aber auch so waren wir noch gerade rechtzeitig an dem mittlerweile völlig verlassenen Parkplatz und konnten mit dem letzten Tageslicht noch die Sanddüne bewundern.

Råbjerg Mile, Roadtrip Dänemark

Und was soll ich sagen: Sanddüne beschreibt Råbjerg Mile nicht einmal annähernd. Wir sind ein wenig in das Naturschutzgebiet hineingelaufen und haben uns schnell gefühlt, als würden wir mitten in einer Wüste stehen. Es fühlt sich wirklich viel größer an als die Wanderdüne, die man sich vorher so vorstellt. Zum Glück durfte man ein wenig herumlaufen, sodass wir eine der höheren Dünen hochklettern und uns von dort aus umschauen konnten. Ehrlich gesagt wären wir vermutlich länger geblieben, wenn es nicht mittlerweile dunkel geworden wäre und der Wind im Sand nicht so krass gewesen wäre.

Als es dann wirklich zu dunkel wurde, haben wir uns wieder ins Auto gesetzt und sind Richtung Blokhus gefahren. Der Sand, den wir dabei mit ins Auto geschleppt haben, hat uns bis zum Ende des Roadtrips (und vermutlich auch einige Wochen später noch) begleitet.

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